die nächsten Termine des Stadtverbands

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22. November 19:00
Ort: Ettlingen_Scheune

Listenerstellung für die kommende Kommunal- und Kreistagswahl

Richtigstellung

Anders als in den BNN vom 14. November 2018 dargestellt, legen wir Wert auf die Feststellung, dass Oberbürgermeister Johannes Arnold zu keiner Zeit - weder mit dem Stadtverband noch mit der Fraktion - über seine Absicht gesprochen hat, wieder zur Wahl des Oberbürgermeisters anzutreten. Gleiches gilt für eine Kandidatur auf der Kreistagsliste.

Wir begrüßen, dass Johannes Arnold sich keiner Partei anschließt, sondern bei den Freien Wählern bleibt.

 

Bündnis 90/Die Grünen Stadtverband Ettlingen

Beate Hoeft

Vorsitzende

 


 

 

Dank für das Selbstverständliche?

Was für Zeiten waren und sind dies, dass ein Mensch, welcher in jungen Jahren eher durch Zufall dem NS-Terror entgangen ist, nach dem Krieg dann hier unter uns gelebt hat, nun uns dafür dankt, dass er einen solchen Terror unter uns nicht erleben musste?

So geschehen am Ende der diesjährigen Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht. Im ersten Moment erschüttern mich solche Worte. Mit anderen Menschen (mit)menschlich umzugehen sollte doch selbstverständlich sein, oder?

Schaut man aber in die täglichen Nachrichten, dann kommen Zweifel auf. Sieht, hört und liest man, was die Trumps, Orbans, Höckes ... dieser Welt so von sich geben, welches Menschenbild sie verbreiten und welcher Wortwahl sie sich bedienen, dann, ja dann kommen ernsthafte Zweifel.

Wird die Menschenverachtung und Schlimmeres wieder hoffähig? Hoffentlich nicht! Die Rechten verbreiten falsche Informationen und Angst, aber zum Glück fällt nur eine Minderheit darauf herein.

Hoffnung macht, dass mehr als 200 Mitbürger*innen an der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht teilgenommen haben, um ein Signal eben genau gegen diese Menschen-verachtung zu setzen. Der gemeinsame und friedliche Widerstand aller Demokraten ist ein starkes Zeichen und ein öffentlich sichtbares Eintreten für die Achtung und Bewahrung der Menschenwürde.

Hoffnung macht, dass zu jeder Demo der Rechten 10-mal so viele Gegendemonstranten kommen.

Andreas Perrin Stadtrat

Energiewende: JA

Windkraft: NEIN 

Alternativen: KEINE !

In dieser Woche steht die Thematik Wind­kraftanlagen (WKA) auf dem Kreuzelberg zum x-ten Mal auf der Agenda des Gemein­derats (GR). Den Gegnern der WKA fallen immer neue Argumente ein, warum sie verhindert werden sollten. Dieses Mal wird u.a. die Erhöhung des Siedlungsabstands von 1.000 auf 1.500 m gefordert. Das Resultat wäre, dass nur eine winzige Fläche übrigbliebe.

Alle Kräfte im GR stehen für die Energiewende und für die CO2-Reduktion, um dem Klimawandel entge­genzuwirken. Nur der konsequente Einsatz regenerativer Energien führt zum Ziel, die Temperaturer­höhung auf 1,5 °C zu begren­zen. Deshalb ist es absolut unverständlich, dass es GR-Mit­glie­der gibt, die gegen die WKA, gegen Freiflächen-Photo­vol­taik und gegen Geothermie sind, ohne Alternati­ven anzu­bieten. Auf die Frage, wie denn die Energiewende in Ettlingen gelingen soll, wurden bisher keine Antworten geliefert. Die mit Erdgas - d.h. einem fossilen Brennstoff -betriebenen Blockheizkraft­werke sind jedenfalls keine Lösung, sondern taugen nur als Brückentechnologie.

Reinhard Schrieber

Fraktionsvorsitzender

25.10.2018

11.10.2018 Europa, wie vereint ist es? Ist Deutschland gespalten?

Der Weg zu einem vereinigten Deutschland bleibt ein steiniger. Dieser ist noch lange nicht zu Ende.

Waren es bis zur Wiedervereinigung schwierige Verhandlungen auf internationaler Ebene, ist es seitdem ein Kampf gegen Vorbehalte, falsche Erwartungen bzw. Versprechungen und Fake News. Die deutsche Vereinigung zeigt vielfach Parallelen zu einem vereinigten Europa auf.

Dieses Jahr organisierten die Ettlinger Grünen zusammen mit der Stadt Ettlingen die Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit. Nach Begrüßung durch Beate Hoeft (Vorsitzende Stadtverband Ettlingen) und Grußworten von OB Arnold und Barbara Saebel (MdL) wurde in einer Gesprächsrunde mit Monika Lazar (MdB, Leipzig), Dieter Lauinger (Minister für Migration, Justiz..., Thüringen) und Wolf-Dieter Steinmann (Moderation, Ettlingen) erörtert:

  • Europa, wie vereint ist es? Und ist Deutschland wirklich "ge-spalten"?
  • Sind Migranten nur "Sündenböcke" und geht es eigentlich um ein neues Ost-West Problem? In Deutschland und auch in Europa gibt es eine Abwanderungsbewegung von Ost nach West. Zurück bleiben Unzufriedene.
  • Ist es richtig, von einer "gespaltenen" Republik zu reden? Oder gehen wir damit in die "rechts-populistische" Falle?
  • In den 1990er Jahren gab es die realistische Vision der "Vereinigte Staaten von Europa". Sind diese Zeiten vorbei? Seit Jahren erleben wir eine Fokussierung auf nationale Interessen, "nationale" Identität, nicht erst seit der Flüchtlingskrise.

Europa ist "vereint" in nationaler Spaltung und Deutschland ist auch ein Teil dieser Tendenz. Wir sollten uns auf das besinnen was wir sind und erreicht haben.

Andreas Perrin (Stadtrat) und Joachim Sander (Vorsitzender Stadtverband Ettlingen)

zum gleichen Thema



21.07.2018 Radtour ‚Hochwasserschutz in der Region‘

Im Rahmen des Stadtradelns veranstaltet der Stadtverband Bündnis 90 / Die Grünen am 21. Juli 2018 eine Radtour zum Thema ‚Hochwasserschutz in der Region‘.

Die Tour führte zunächst ins Albtal, wo ein Rückhaltebecken geplant ist und von dort nach Rheinstetten, wo wir uns zum Thema Polder informierten.

Mit dabei waren auch die Freunde aus Rheinstetten.

Ettlingen - glyphosatfreie Stadt

Mit unserem Antrag wollen wir Grüne ein Verbot von Glyphosat und Pestiziden auf allen stadteigenen Flächen, auch den verpachteten erreichen. Die Krebsforschungsagentur der WHO hat Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft. Die zuständigen deutschen Behörden relativieren diese Hinweise allerdings zu einem "wahrscheinlich nicht krebserregend".    Mehr »

24.05.2018 Zustimmung zur Radnetzplanung - Weitere Bremsen lösen!

Unser verstorbener Parteikollege Bernhard Hiemenz war leidenschaftlicher Radfahrer. Ab Mitte der 80iger Jahre setzte er sich für Verbesserungen im Radewegenetz ein, aber Mehrheiten für Beschlüsse waren nicht erreich­bar - zu viele Bremser standen diesen vernünf­tigen Zielen im Wege. Aber jetzt kann es diesen Gemeinderatskollegen nicht schnell genug gehen - ein überra­schender, aber positiver Wandel.

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Gemeinderatssitzung 16.05.2018: Radwegekonzept

Manchmal geschehen noch Wunder. Nach Jahren der Blockade von Konzepten für die Entwicklung des Radwegekonzepts in Ettlingen, hat die CDU jetzt auch erkannt, dass es ohne Konzepte nicht geht. Und sie setzt noch einen drauf und hat nun auch stellt fest, dass ihr die Entwicklung viel zu langsam voranschreitet. Gut erkannt möchte man sagen. Aber jetzt, nach dem endlich alle Fraktionen der Erstellung eines Mobilitätskonzeptes, entwickelt durch das Planungsamt als Element des ISEK, zugestimmt haben, sollte es endlich schneller gehen. Die Bremse ist gelöst. Ob der Sinneswandel der CDU mit der Kommunalwahl 2019 und damit zusammenhängt, dass gerade aus Spessart (Höhenstadtteil) der Wunsch nach einer Radwegeanbindung in die Kernstadt vorliegt. Honni soit qui mal y pense.

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09.05.2018 Erdüberlastungstag Wir verbrauchen jährlich 3 Erden

Seit einer Woche leben wir Deutsche auf Pump. Die biologischen Ressourcen und Kapazitäten für ein ganzes Jahr sind schon erschöpft, 3 Monate früher als 2017. Was wir jetzt noch verbrauchen, kann die Natur nicht mehr ersetzen. Bildlich gesprochen: Würden alle Menschen auf der Erde so leben wie wir, bräuchte man 3 Erden.    Mehr »

"Europas Zukunft - die Europäische Union am Scheideweg"

 Sven Giegold (MdEP) am 18.04.2018 in Ettlingen

"Die Europäische Union befindet sich in einer existenziellen Krise!" So fasste EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Situation in seiner letztjährigen Rede zur "Lage der EU" zusammen. Seither hat sich die Nachrichtenlage gebessert:   Mehr »

Klimawandel: Sollen unsere Kinder unsere Sünden ausbaden?

Deutschland hat Berechnungen zufolge sein Budget für 2018 schon ausgereizt: Bis zum 28. März wurden demnach bereits 217 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid ausge­stoßen. Das ist so viel, wie für das ganze Jahr 2018 zulässig ist, wenn wir die vereinbarten Klima­ziele einhalten wollen. Unsere Torheit werden unsere Kinder und Enkel bezahlen müssen.    Mehr »

WKA auf dem Kreuzelberg: Normenkontrollklage - ein zweifelhafter Beschluss

Der Gemeinderat hat am 21. März mit 17 gegen 13 Stimmen für den Rechtsweg zur Verhinderung von Windkraftanlagen (WKA) auf dem Kreuzelberg votiert. Man will gerichtlich klären lassen - und wenn's sein muss bis zum EU-Gerichts­hof - ob die Ausnahmegenehmigung rechtens sei. D.h. ob beim Bau von WKA Klimaschutz vor Artenschutz geht.    Mehr »

Die beste Energie ist die, die erst gar nicht verbraucht wird.

Der Energieverbrauch in den deutschen Haushalten hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Während der Strombedarf für Beleuchtung und Haushaltsgeräte rückläufig ist, stieg der Energiebedarf für Heizen an, Wettereffekte bereits herausgerechnet. Als Ursache für den Anstieg sieht man den neben dem Bevölkerungsanstieg auch die größeren Flächen pro Wohnung.

Einfache Rechnung: je größer die Wohnung umso mehr muss man heizen.   Mehr »

22.02.2018 Kinderbetreuung in Ettlingen

Was schon seit Jahren prognostiziert wird, erlebt Ettlingen nun hautnah: Seit August 2013 gibt es den Rechtsanspruch auf einen Kindergarten- bzw. KiTaplatz und erfreulicherweise steigt die Anzahl der Geburten. Eine gute und zuverlässige Kinderbetreuung verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.    Mehr »

08.02.2018 Wasenpark - ein 'Prestigeobjekt'?

2013 beantragte der damalige Jugendgemeinderat bei Verwaltung und GR, die Einrichtung eines Kunstrasenfußballfelds im Wasenpark zu prüfen.

Zur Geschichte: vor langer Zeit wurde dort exerziert. In den 60er Jahren bereits gebolzt, doch gab es auch einen Spielplatz   Mehr »

Zukunft wird aus Mut gemacht

Dieses Motto der Rede von Sandra Detzer - Landesvorsitzende der Grünen in BW - beim Neujahrsempfang in Ettlingen könnte treffender nicht sein. Auf allen Ebenen unserer Gesell­schaft ist Mut gefordert, um die Herausfor­derungen zu meistern. Geduld, Beharrlichkeit und Überzeugungskraft sind weitere unver­zichtbare Eigenschaften, um die richtigen politischen Weichen­stellungen vorzunehmen.    Mehr »

11.01.2018 Winterzeit - Baumfällzeit

Von Oktober bis März gilt im Stadtwald die Zeit der Baumfällarbeiten. Zwar schmerzt es, wenn gestandene Buchen und andere Bäume gefällt am Boden liegen und über fest verdichtete und geschotterte Waldwege als Wertholz abtransportiert werden. Ohne dieses Nutzholz könnten allerdings keine Holzhäuser, Dachstühle, Möbel, Furniere und vieles mehr entstehen.

Wie im Wald, so wird auch in der Stadt die Zeit genutzt...   Mehr »

Fotovoltaikanlage in Ettlingen

Wir GRÜNE verstehen unser Gemeinderatsmandat als Verpflichtung gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ettlingen. Das beinhaltet auch, aber eben nicht nur, die Bürger der Ortsteile und die Vereine.

Um was geht es bei der Entscheidung "Vorbehaltsgebiet für eine Photovoltaik-Freiflächenanlage"?

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27.07.2017 Schluss mit Autoabgasen oder Schluss mit gesundem Klima

Seit im September 2015 die Mogeleien eines bekannten Autoherstellers aufflogen, ist klar, was viele schon vorher ahnten: Die Autos auf unseren Straßen sind Dreckschleudern. Noch immer ist der Straßenverkehr für ein Fünftel der Treibhausgasemissionen verantwortlich - der CO2-Ausstoß sogar mit steigender Tendenz.   Mehr »

Warum kümmern wir uns (nur) um die 20 % (Straßenverkehr) und was ist mit den restlichen 80 %?

Wenn wir uns die Zahlen des Umwelt Bundesamt (UBA) betrachten sehen wir, dass gerade im Bereich Verkehr die Hausaufgaben in Punkto Reduzierung der Treibhausgasemissionen nicht gemacht worden sind.    Mehr »

Verantwortungsvoller Teil-Flächennutzungsplan Windenergie

Klimawandel geht uns alle an und damit auch alle Maßnahmen um diesen aufzuhalten oder zumindest abzuschwächen. Die Nutzung von Windkraftanlagen (WKA) zur Stromerzeugung ist eine probate Möglichkeit, um die Emission von Schadstoffen durch fossile Brennstoffe zu reduzieren. Auch eine WKA ist ein Eingriff in die Natur, durch Förderung und Verarbeitung fossiler Brennmaterialien - z.B. Erdöl und Braunkohle - entstehen jedoch weitaus größere und nachhaltigere Eingriffe und Schädigungen. Nicht zuletzt die Nutzung dieser Brennstoffe wird für den Klimawandel verant­wortlich gemacht. Wenn wir den Klimawandel also als reale Bedrohung ansehen, dann muss auch jede Kommune einen Beitrag leisten und nicht durch die pauschale Verweigerung eines potentiellen Aufstellungsgebietes für WKA, die Problemlösung auf Andere schieben. Ohne die Konflikte mit dem Artenschutz und die Lärmbelästigung bagatellisieren zu wollen: Wird in der allgemeinen Diskussion nicht speziell der Rotmilan zitiert, um die eigene Umgebung von etwas Störendem freizuhalten? Studien, z.B. der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, zeigen, dass die Lärmbelästigung durch WKA nicht signifikant ist. Der Schaden für uns und die Umwelt wird, wenn wir nicht reagieren, weitaus höher sein, als die Beeinträchtigungen welche aus WKA entstehen es je sein können.

Andreas Pérrin

Machen sie sich ein Bild. Weitere Details und Links zu Studien:

  • Untersuchung der Ursachen für die Kollision von Greifvögeln mit Windenergieanlagen, Methoden entwickeln und erproben, die Verluste von Greifvögeln an Windkraftanlagen deutlich verringern.

        https://bergenhusen.nabu.de/forschung/windkraft-und-greifvoegel/

 

  • Feldstudie zur Lärmbelastung durch Windenergieanlagen

        http://www.energiedialog.nrw.de/studie-windparks-sind-weniger-stoerend-als-verkehrslaerm/


Plädoyer für den öffentlichen Nahverkehr

Zugegeben, Busse und Bahnen fahren nicht immer pünktlich und man verpasst schon mal die Anschlussbahn. Hin und wieder warten Pendler vergeblich auf Bus oder Bahn. Das ist ärgerlich! Die Taktung könnte nutzerfreundlicher sein. Auch richtig: Busse und Bahnen verursachen Lärm, genauso wie Pkw und Lkw auf unseren Straßen und Autobahnen. Dennoch überwiegen die Vorteile des ÖPNV. Busse und Bahnen sind nach Radfahren und zu Fuß gehen die umweltfreundlichsten Verkehrsmittel. Öffentliche Verkehrsmittel emittieren weniger schädliche Abgase als Automotoren; Kommunen müssten keine aufwendigen Lärmschutzpläne erstellen, die "gefühlt" nicht zur Lärmreduzierung beitragen. Sie verringern das Verkehrsaufkommen auf unseren Straßen und schonen den Straßenbelag. D.h. Kommunen benötigten weniger Mittel für die Instandhaltung der Straßen. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Lieber steigen wir in unsere Autos, quälen uns durch den morgendlichen Stau und ärgern uns über die halbleeren Busse. Geben Sie Bus oder Bahn doch mal probeweise eine Chance. Sie werden entspannter an Ihrem Ziel ankommen.

 Monika Gattner

Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge

Ein 300-Mill.-Euro-Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur ist genehmigt. Ab 1. März 2017 an können private Investoren, Städte und Gemeinden Förderanträge stellen. Größter Urheber von CO2-Ausstoss bei uns ist zwar immer noch der Energieerzeugungssektor, aber während hier der Trend rückläufig ist,

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am 7. April 2017 um 19 Uhr im Karl-Still-Haus

Details in Termine

Zu unseren elementaren Werten gehört, dass Menschen, Tiere und Pflanzen einen gleich­berechtigten Anspruch auf Lebensraum haben. Auf theoretischer Ebene findet man dazu auch Konsens. Aber im praktischen Leben, wenn es z. B. um Entscheidungen im Gemeinderat geht, dann spielt das kaum eine Rolle - da sind wir Grüne die konsequentesten Anwälte dieser Ausgewogenheit.

 

 

Egoismen beherrschen die Szene: Der Mensch nimmt sich die Flächen, die er für die Besiedlung braucht, und sucht allenfalls nach Ausgleichsmaßnahmen, die aber im Regelfall nicht gleich­wertig sind. Die Stärkung der Wirtschaftskraft der Region und der demographische Wandel dominieren die Beschlüsse. Bei den Ortsteilen wird auf Flächenproporz geachtet, ein mehr als zweifelhaftes Bewertungskriterium.

So bleibt in den parlamentarischen Entscheidungsprozessen die Ausgewogenheit zwischen den Ansprüchen von Mensch, Flora und Fauna auch in Ettlingen auf der Strecke - das belegen die Beschlüsse des Gemeinderates seit vielen Jahre.

Wir plädieren dafür, dass der Gemeinderat per Beschluss alle Flächen mit Ablehnung oder Bedenken der beteiligten Ämter herausnimmt, egal wie viele Hektar sich bei dieser Vorgehens­weise in Summe ergeben und wo diese Flächen sind. Nur die Unbedenklichen sollten im Prozess zur Flächenfortschreibung des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe (NVK) weiterverfolgt werden.

Reinhard Schrieber

 zum Thema Anwalt der Natur: Meine persönliche Überzeugung ist tatsächlich, dass die Grünen konsequent die Ausgewogenheit der Belange von Mensch, Flora und Fauna verfolgen und haben das oft bewiesen. Grüne Wertmaßstäbe sind seit den 80iger Jahren von der Gesellschaft vielseitig aufgenommen und z.T. zu Selbstverständlichkeiten geworden. In der Politik und den parlamentarischen Gremien - auch in Ettlingen - dominieren aber immer noch die Kräfte, die menschliche Belange ohne Respekt für die stimmrechtlosen Tiere und Pflanzen rücksichtslos vertreten. Die Ausgewogenheit, die wir Grüne fordern, schließt ja den Menschen ein, sie soll aber das Existenzrecht und die Lebensräume von Tieren und Pflanzen langfristig sichern. Die rote Liste gefährdeter Arten ist doch erschreckend lang und wird immer länger.

Können Sie diese Überlegungen teilen?

zum Thema Windkraft bzw. Energiewende und Klimawandel: Ja, das ist wahrlich ein schwieriges Thema, weil die Komplexität sehr groß und eine ganzheitliche Betrachtung sehr aufwendig ist. Erschwerend kommt hinzu, dass Änderungen erst mit großem Zeitverzug sichtbar werden. Da die Fakten zusätzlich noch oft unseren liebgewordenen Lebensstil infrage stellen, muss man sich anstrengen selbstkritisch zu sein. Da kann man schon der Gefahr unterliegen, sich aus der Vielfalt der Ergebnisse die Argumente herauszufiltern, die man zum "Selbstschutz" benötigt.

Ich versuche mal aus meiner Sicht eine Kausalkette zu skizzieren. Unzweifelhaft ist doch der Klimawandel, der unter anderem durch den stetig gestiegenen Energiebedarf des Menschen hervorgerufen wird. Die Verbrennung fossiler Ressourcen (Kohle, Öl und Gas) mit der Erzeugung von riesigen Mengen an Treibhausgas CO2 sind eine zu vermeidende Hauptursache. D.h. zum einen die Reduktion des Energiebedarfs und zum anderen die Nutzung regenerativer Energie (Wind, Sonne, Geothermie etc.) ist unbedingt zu forcieren.

Sind Sie bis hier einverstanden?

Nun stellt sich die Frage des WO soll WAS errichtet werden. Und hier scheiden sich die Geister, denn jede positive Maßnahme hat auch seine negative(n) Seite(n). Ein ehrliches Abwägen ist erforderlich und auch hier ist die oben beschriebene Ausgewogenheit der Belange von Mensch, Flora und Fauna der richtige Bewertungsmaßstab. Und das Opens external link in new windowSankt-Florian-Prinzip ist auf keinen Fall akzeptabel. Der Klimawandel zerstört auch den Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Bei der letzten Waldbegehung am 23.09.2016, organisiert durch das städtische Forstamt mit dem Landesamt für Forstwirtschaft, waren die Auswirkungen des Klimawandels auf den Forst in unserer Region der Schwerpunkt. Ein Detail daraus: In den kommenden drei Dekaden werden in unserer Region alle Fichten absterben! - mit schwerwiegenden Nebeneffekten auf die heimische Flora und Fauna. Das Verschwinden der Fichten entspricht einer um ein Vielfaches größeren Waldrodung als die Aufstellung einer begrenzten Anzahl von Windrädern.

Sie sehen, wie schwierig die Zusammenhänge bei einem tieferen Eintauchen in die Problematik sind. Mit meinen Ausführungen möchte ich beschreiben, dass wir uns alle in einem Dilemma befinden, dass nicht ohne Einschränkungen für uns Menschen zu lösen sein wird.

Ich möchte aber auch zum Ausdruck bringen, dass wir uns die Entscheidungen nicht leichtmachen. Die Forderung von uns Grünen nach einer Ausgewogenheit der Belange von Mensch, Flora und Fauna darf deshalb aber nicht in Frage gestellt werden. Ich hoffe Sie verstehen jetzt besser, warum ich uns in dem Amtsblattbeitrag als Anwälte bezeichnet habe. Für einen weiteren Gedankenaustausch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

PS: Übrigens bin ich Läufer und liebe Landschaftsläufe ... und ich liebe auch den schönen Spessarter Wald

Mit grünen Grüßen Reinhard Schrieber

(Anm.d.R.: EMail-Text vollständig wiedergegeben)



Die verfügbare Fläche in einem begrenzten Raum ist endlich.

Oder: ein unbegrenztes Wachstum ist unmöglich.

 

Der Flächenverbrauch, also die Veränderung von Naturflächen in Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsflächen, hat sich in den letzten Jahren zwar etwas verlangsamt, ist aber in Baden-Württemberg mit durchschnittlich 6,7 ha pro Tag immer noch viel zu hoch.

Notwendig ist zum einen, den Flächenverbrauch wie geplant zu reduzieren. Zum anderen müssen bestehende Siedlungs- und Verkehrsflächen auch besser genutzt werden. (Siehe Flächenverbrauch – Worum geht es?)
 

Deshalb müssen wir in Ettlingen folgende Ziele verfolgen:

1.       die „Netto-Null“ beim Flächenverbrauch muss Planungsvorgabe sein

2.       wenn schon Neu-Flächenverbrauch, dann nur mit Schwerpunkt auf dem sozialen Wohnungsbau

 

Bei der Gemeinderatssitzung am 05. Oktober wurde über einen Vorschlag der Verwaltung zur Fortschreibung des Flächennutzungsplanes beraten und abgestimmt.


Vorschlag der Verwaltung:

5. Tagesordnungspunkt (öffentlich) der Gemeinderatssitzung vom 05. Oktober 2016

Fortschreibung des Flächennutzungsplanes 2030 (FNP 2030) - Schwerpunkt Wohnen - des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe (NVK)

- Behandlung des Vorentwurfs im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung

- Entscheidung

Beschlussvorschlag: (Entscheidung)

1. Der geänderten Flächenkulisse zur Fortschreibung des Flächennutzungsplanes FNP2030 des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe - Schwerpunkt Wohnen - vom 02.06.2016 mit Begründung und Anlagen wird gemäß Punkt 5. (Empfehlung der Verwaltung) mit folgender Abweichung zugestimmt:

• Basierend auf der Stellungnahme des Landratsamtes/Untere Naturschutzbehörde werden die Flächen „Kernrain I“ und „Kernrain II“ als „Flächen mit Konfliktpotenzial“ eingestuft. Lediglich die Prüffläche „Auf der Steig“ soll als „Fläche mit erheblichem Konfliktpotenzial“ bereits jetzt aus der Prüfkulisse herausgenommen werden.

2. Die Verwaltung – Planungsamt – wird beauftragt, der Planungsstelle des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB eine entsprechende Stellungnahme abzugeben.

Wehret den Anfängen

Mit diesem Vorschlag werden die genannten Ziele konterkariert. Trotzdem hat der Gemeinderat mehrheitlich für den Vorschlag gestimmt,  obwohl selbst das Landratsamt, als untere Naturschutzbehörde, erhebliche Einwände zu den von der Ettlinger Verwaltung  vorgeschlagenen Flächen hat.

Wir, die Grüne-Fraktion, haben uns jede einzelne Fläche angesehen und uns bei unserer Bewertung >> eng an der Stellungnahme des Landratsamts orientiert und sind dabei zu folgendem Ergebnis gekommen:

Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die Flächen (Namen auswählen zeigt Details)

·         Auf der Steig , Nördl. Vogelsangweg , Horbach-Süd , Neuwiesen , Karlsruher Straße, (alle in der Kernstadt)

·         Kernrain I, Kernrain II, Kernrain III, Kernrain IV (alle in Ettlingenweier),

·         Heiligwiesen (in Oberweier)

·         Dorfwiesen (in Schluttenbach)

·         Hinter den Gärten, Loh-Erweiterung (beide in Schöllbronn)

·         Kreuzgewann (in Spessart)

nicht in den Flächennutzungsplan FNP 2030 aufgenommen werden.

Zu den auf Vorschlag der Ortschaftsräte neu aufgenommenen Flächen werden wir Stellung nehmen, wenn uns Steckbriefe und die Stellungnahme des Landratsamts vorliegen.


 zum gleichen Thema

Opens internal link in current windowim Amtsblatt >>   

Opens external link in new window"Let's talk about soil" (deutsch) >> (sehenswert auf Youtube)


 

 

 

URL:http://gruene-ettlingen.de/sv-ettlingen/