Das Kapitel Radiomuseum kann man mittlerweile auch als unendliche Geschichte bezeichnen. Seit dem Jahre 2017 hat sich der Gemeinderat damit beschäftigt. Dass ein Auszug aus den Räumlichkeiten des Lesetreffs sein muss, steht für uns außer Frage. Der Gemeinderat musste sich fragen, ob es ihm wert ist, einen Umzug des Museums in das Nachbargebäude Stuttgarter Straße 27 zu realisieren und schlussendlich auch zu finanzieren.
Unsere Fraktion hat sich lange darüber Gedanken gemacht und ist zum Schluss gekommen: Ja, es ist es uns wert. Das Gebäude Stuttgarter Straße 27 ist aufgrund seiner baulichen Gegebenheiten weder als Wohnraum noch als Gewerberaum zu vermieten. Außerdem müssten diverse kostenintensive Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt werden.
Heute steht das Gebäude leer, ob und wann es anderweitig genutzt werden kann, weiß man nicht. Leerstand ist aber nie gut. Durch die Ausstellung der Museumsstücke in dem Gebäude würde das Haus wieder bezogen, und die Ausstellungsstücke wären für die Bevölkerung weiter erlebbar. Die für den Umzug kalkulierten Kosten hielten wir für vertretbar, da es sich primär um interne Verrechnungen durch die Arbeit des Bauhofs handelt, der den Umzug durchgeführt hätte. Mehrheitlich gegen unsere Stimmen hat der Gemeinderat beschlossen, das Radiomuseum nun zu schließen und die ausgestellten Radios zu veräußern.
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