Unter dem Motto „Stabil in bewegten Zeiten“ fand am 5. Februar der Neujahrsempfang von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ettlingen im Ettlinger Schloss statt. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren der Einladung gefolgt, um über die Zukunft der Wirtschaft und die Chancen von Innovationen in herausfordernden Zeiten zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch Monika Liem und Kai Keune, Landtagskandidat und Vorsitzender des Grünen-Ortsverbands Ettlingen, stimmte Keune das Publikum auf einen optimistischen Jahresbeginn ein. Als er die Anwesenden fragte, wie zuversichtlich sie ins Jahr 2026 blicken, gingen fast alle Hände im Saal nach oben. Keune kommentierte dies mit einem Schmunzeln: „Mit dem deutschen Pessimismus ist es heute Abend nicht so weit her.“
Er betonte, wie wichtig es sei, den Fokus auf Themen zu legen, „die wir selbst beeinflussen können“.
Wirtschaft im Wandel: Verantwortung und Innovation
Im Hauptvortrag sprach Dr. Sandra Detzer, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, über die aktuelle weltwirtschaftliche Lage sowie über die Herausforderungen und Chancen für den Standort Deutschland. Sie mahnte eine verantwortungsvolle Ausgabenpolitik an, die auf nachhaltige Rahmenbedingungen setzt: „Unternehmen brauchen Planungssicherheit – und diese schaffen wir nur mit Verlässlichkeit, klaren Zielen und einer stabilen Wirtschaftspolitik.“
In der anschließenden Diskussionsrunde, moderiert von Dr. Anne Käding, kamen neben Keune und Detzer auch Sebastian Felzmann vom Forschungszentrum Informatik (FZI) zu Wort. Gemeinsam sprachen sie über Innovationsförderung, Fachkräftebedarf und zukünftige Wachstumsmöglichkeiten in Baden-Württemberg.
Keune warb für eine „pragmatischere Herangehensweise bei Forschungsprojekten“ und berichtete von seinen Erfahrungen auf internationalem Parkett. Felzmann ergänzte, dass Forschung immer auch das Risiko des Scheiterns beinhalte – „doch genau darin liegt die Chance auf echten Fortschritt“.
Detzer hob hervor, dass insbesondere mit Blick auf Arbeitszeitdebatten und die demografische Entwicklung stabile Rahmenbedingungen entscheidend seien. Sie betonte, dass Bildungsfragen dabei eine zentrale Rolle spielen: „Eine gelingende Standortentwicklung beginnt in der Kita und führt über Ausbildung und Studium ins Berufsleben.“
Akademische und berufliche Bildung müssten künftig gleichgestellt werden, so Detzer weiter: „Die Meisterausbildung sollte – wie der Master – für alle kostenfrei möglich sein, um beruflichen Aufstieg zu ermöglichen.“
Optimismus für 2026
In der Schlussrunde waren sich alle einig: Baden-Württemberg hat beste Voraussetzungen, um erfolgreich in die Zukunft zu gehen – dank engagierter Menschen, starker Unternehmen und innovativer Ideen.
Beim anschließenden Stehempfang im Schloss ergaben sich lebhafte Gespräche zwischen Besucherinnen und Besuchern sowie den Referentinnen und Referenten des Abends.
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