1945 bis 2020 – ein Europa des Friedens

Als Kind der 60er Jahre wuchs ich mit der EWG auf. Die erste Wahl, an der ich teilnahm, war die zum Europäischen Parlament. Dass dies ein historisches Ereignis war, weil bis dahin die Parlamentarier der EU aus den nationalen Parlamenten gebildet wurden, war mir damals nicht bewusst. Umso mehr, dass nach dem Sturz der rechten Regierungen in Spanien und Portugal einige Jahre vergingen, in denen diese Länder ihre Demokratiefähigkeit beweisen mussten, um ‚EU-fähig‘ zu werden. Die EU wuchs und war Teil des politischen Alltags, Garant für relativ freien Handel im europäischen Binnenmarkt und relativ freies Reisen (Interrail!). Später erfolgte die Annäherung an die osteuropäischen Nachbarn. Was hat das mit Ettlingen zu tun? Vor einigen Jahren erzählte mir ein Mitbürger, wie er die Gründung der Partnerschaft mit Epernay erlebt hat. Mit Herzklopfen, Skepsis, Neugier und der Bereitschaft Vorurteile hinter sich zu lassen. 75 Jahre Frieden verdanken wir vor allem denen, die damals den ersten Schritt – privat oder politisch – getan haben. Die Verbindung der Menschen ist die Grundlage des geeinten Europas. Vergessen wir das nicht!

Ihre Beate Hoeft

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