Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 23. September einstimmig beschlossen, die Villa Kinderbunt zum 31. Juli 2027 zu schließen. Die Zustimmung zu diesem Beschluss fällt uns nicht leicht. Hinter der Entscheidung stehen nicht nur Zahlen, Kapazitäten und ein Gebäude, sondern vor allem Kinder, Familien und engagierte Mitarbeiterinnen, die die Einrichtung über viele Jahre mit Leben gefüllt haben.
Unser besonderer Dank gilt deshalb dem gesamten Team der Villa Kinderbunt. Die familiäre Atmosphäre und persönliche Nähe sind für viele Familien ein wichtiger Grund, warum sie sich dort wohlfühlen. Auch die Sorgen der betroffenen Familien und die Petition für den Erhalt der Einrichtung sind für uns daher absolut nachvollziehbar.
Gleichzeitig müssen wir als Kommune die gesamte Situation der Kinderbetreuung im Blick behalten. Unsere Fraktion weist seit Jahren auf die hohe Belastung der Familien durch die Kita-Beiträge hin. Ein ständiges Drehen an der Beitragsschraube kann keine nachhaltige Lösung sein. Zudem bestehen derzeit Überkapazitäten. Dauerhaft nicht benötigte Plätze verursachen Kosten, die von der Gemeinschaft getragen werden müssen.
Auch der bauliche Zustand der Villa Kinderbunt und die Größe der Einrichtung im Verhältnis zur vorhandenen Überkapazität wurden bei der Entscheidung berücksichtigt. Die Beschlussvorlage legt die Gründe für die Auswahl des Standortes ausführlich dar. Aus unserer Sicht handelt es sich deshalb nicht um eine willkürliche Entscheidung gegen die Villa Kinderbunt.
Ganz klar: Die Entscheidung richtet sich weder gegen die Beschäftigten noch gegen die Qualität der dort geleisteten Betreuung.
Entscheidend ist für uns nun, was nach der Entscheidung passiert. Wir erwarten, dass den betroffenen Familien wie zugesagt individuelle und möglichst passgenaue Lösungen angeboten werden. So sollte beispielsweise geprüft werden, ob Kinder kurz vor dem dritten Geburtstag direkt in eine passende Ü3-Gruppe wechseln können, um eine doppelte Eingewöhnung zu vermeiden. Auch für Kinder, die erst noch aufgenommen werden sollten, müssen frühzeitig alternative Betreuungsplätze geprüft werden. Nun werden wir die – von der Verwaltung versprochene – Unterstützung der Familien bei dem anstehenden Kita-Wechsel eng begleiten.


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