Zu viele Autos in Waldbronn – Maßnahmenkonzept für den ruhenden Verkehr

Waldbronn ist eine ausgesprochen dicht besiedelte Gemeinde. Dies machte Nick Lamprecht, stellvertretender Hauptamtsleiter, anhand von verschiedenen Parametern zu Beginn seines Berichts zum ruhenden Verkehr in Waldbronn deutlich. Hier leben auf einem Quadratkilometer Fläche ca. 3,7 mal mehr Menschen als im Landesdurchschnitt. Pro erwachsener Person gibt es in Waldbronn 0,88 Kfz – Tendenz steigend. Der Siedlungsdruck macht sich natürlich auch im Parkdruck bemerkbar. Viele öffentliche Flächen sind oftmals zugeparkt. Das behindert die Flüssigkeit und Sicherheit des Verkehrs im Ort. Nick Lamprecht stellte dem Ausschuss für Umwelt und Technik in einem sehr gut strukturierten Bericht 13 Verkehrssituationen mit Handlungsbedarf und entsprechenden Maßnahmen vor, die der AUT nach intensiver Diskussion durchweg befürwortete. So soll z.B. der Übergang über die Bergstraße beim Rathausmarkt barrierefrei und sicherer gestaltet werden, in der Gartenstraße sollen Poller aufgestellt, um ein Befahren des Gehwegs zu verhindern – die erneute Schließung der Gartenstraße mit Schranke fand zuvor Mehrheit im Gremium. Die Kronenstraße soll zunächst nur noch für den Anliegerverkehr befahrbar sein und langfristig in eine Fahrradstraße mit Anliegerverkehr umgewandelt werden. Weitere Maßnahmen bezogen sich auf die Situation der fahrradfahrenden Schülerinnen und Schüler in der Pforzheimer Straße, auf die mangelnde Sicherheit an Kreuzungen aufgrund des  hohen Parkdrucks in der Hohbergstraße und in der Grünwettersbacherstraße. Im Neuen Heubusch und in der Karlsruher Straße werden die Spielplätze durch Rollbügel besser abgeschirmt. Dem ursprünglichen Wunsch mancher Eltern hier Temposchwellen einzubauen wurde nicht entsprochen, weil solche Temposchwellen auch Nachteile haben und generell nicht mehr empfohlen werden.  Die Talstraße schließlich, die durch Rück II und die Aldibebauung sicherlich sehr stark beansprucht werden wird, soll durch entsprechende Ausweisungen und Markierungen für Fußgänger und Radfahrer sicherer gestaltet werden. Die angesprochenen Maßnahmen sollen in ein ganzheitliches Mobilitäts- und Verkehrskonzept einfließen, das in den kommenden Jahren angegangen werden soll. Der AUT gab grünes Licht für die Einholung entsprechender Angebote. Ein wichtiger Teil in diesem Konzept wird der Radverkehr sein. Erste Schritte für ein Radwegskonzept sind bereits gegangen und wir sind gespannt auf die nächsten Ergebnisse in diesem Prozess, die demnächst vorgestellt werden sollen.

Es wird mehr geblitzt

Die Geschwindigkeitsmessungen sollen intensiviert und auch auf nachts ausgedehnt werden, Auf unsere Frage, ob denn mehr Blitzen etwas bringt, erhielten wir ein klares ja. Schade eigentlich…

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