Allianz Niederwild – auch in Waldbronn aktiv

Als Niederwild werden jagdbare Tiere wie z.B. Hasen, Füchse, Rehe, Rebhühner und Fasane bezeichnet. Das waren früher die Tiere, die vom „niederen“ Adel erlegt werden durften. Viele dieser Wildtierarten wie z.B. Rebhuhn, Hase und Fasan sind landesweit in einem dramatischen Niedergang begriffen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Der Hauptgrund dürfte aber wohl der Verlust an geeigneten Lebensräumen sein. Flächenverluste durch die Ausdehnung von Siedlungsbereichen, Abnahme des Strukturreichtums durch Rodung von Hecken, Rückgang der Streuobstbewirtschaftung und Schaffung großer Ackerschläge sind hier zu nennen. Hinzu kommt noch der große Besucherdruck, der das Niederwild in Stress versetzt. Über all diese Probleme in unsrer Flur und über Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Hase, Fasan und Co. berichtete der Leiter der Hegegemeinschaft „Karlsruher Bergdörfer“, Benjamin Gut, in einem engagierten Vortrag. So hat die Hegegemeinschaft durch das Pflanzen von Hecken und das Anlegen von Blühstreifen (Zusammenarbeit mit der Artenschutzstiftung Karlsruhe) schon einiges für die Erhöhung der Biodiversität in unsrer Region getan. Sie ist dabei Partner der „Allianz für Niederwild“ einem breiten Bündnis von Jägern, Naturschützern, Kommunen, Landwirten, Grundeigentümern, Behörden und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Das Bündnis wird u.a. auch vom NABU und vom BUND unterstützt.  Wir sind der Meinung, – und dafür werden wir uns auch einsetzen –  dass auch die Gemeinde Waldbronn die Naturschutzaktivitäten der Hegegemeinschaft im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen sollte.

Artikel kommentieren

X