Stärkung des Tourismus in Waldbronn – ohne Moos nix los!

Welche Wege soll Waldbronn im Tourismus einschlagen? Dieser Frage ging eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern und Vertreterinnen der Gemeinderatsfraktionen, der Gemeindeverwaltung, der Kurverwaltung, des Einzelhandels sowie der beherbergenden und gastronomischen Betriebe nach. Moderiert wurde der Prozess von Christopher Krull, Berater der Firma Kohl & Partner. Entstanden ist zum einen ein Bild der Stärken (hervorragende Lage, Gesundheitseinrichtungen, schöne Landschaft mit viel Wald und Wiesen) und Schwächen (mangelnde Vernetzung entscheidender Akteure, zu wenig Werbung, fehlendes Tourismuskonzept) und zum anderen eine Empfehlung für weitere Maßnahmen. Angesichts der Tatsache, dass nur 7,5 % der jährlichen 90.000 Übernachtungen touristisch motiviert sind, – der Großteil geht auf die Konten „Klinik“ und „Geschäftsreisen“ – gibt es viel zu tun, um Waldbronn als touristische „Destination“ zu verankern und den Tourismus in Waldbronn zu einem blühenden Wirtschaftsfaktor zu machen. Das Potenzial ist da, aber „Ohne Moos nix los“ so brachte es Christopher Krull auf den Punkt, als er auf die weiteren Schritte einging. Die Kurverwaltung müsse, um die Aufgabe zu bewältigen, personell verstärkt und ein entsprechender Etat eingerichtet werden. In Zusammenarbeit mit der bereits eingerichteten Arbeitsgruppe sollte dann ein Tourismuskonzept erstellt werden. Für uns Grüne bietet ein Tourismuskonzept die Chance, einen ökologisch nachhaltigen und sanften Tourismus in Waldbronn zu stärken, der in Synergie zu unseren Klima- und Naturschutzzielen steht. So könnten wir z.B. die erste Kommune mit Klimaneutralität werden, die Mobilitätsziele mit einem Shuttle und e-Bike-Leih-Stationen erreichen, den Lärm im Ort reduzieren, Streuobst- und Waldlehrpfade einrichten und vieles mehr. Eine solche Tourismusförderung käme nicht nur denjenigen zugute, die unseren Ort besuchen, sondern auch unseren Bürgerinnen und Bürgern. Die Investitionen, die dazu nötig sind, müssen trotzdem kritisch hinterfragt werden. Am Ende muss nicht nur die Hoffnung, sondern die Chance bestehen, dass sich die Investition in den Tourismus unterm Strich für die Gemeinde rechnet.

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